zu mir & über mich
Ich lebe in Lana (BZ | Südtirol).
Als Berater, Coach und Supervisor i.A. begleite ich Einzelpersonen, Paare, Familien in allen möglichen Konstellationen, Teams und Gruppen auf ihren Wegen zu Problemlösungen und konstruktiven Entwicklungen.
Ich arbeite mehrsprachig (Deutsch, Italienisch, Englisch) und gerne mit allen Altersgruppen.
Die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Familien, dritter Sektor bereitet mir viel Genugtuung. Mindestens ebenso viel Freude habe ich an Aufträgen aus Industrie, Wirtschaft, Tourismus, Handel.
Aus meinem Werdegang bringe ich Schwung mit, den es womöglich braucht, um Eingefahrenes mal aufzuwirbeln. Der richtige Schuss an Humor und Provokation mit Wertschätzung hilft dabei, zu lockern um dann wieder Konzentration zu finden, Ressourcen zu finden, neu zu ordnen, zu reorganisieren.
Ich liebe es auch, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Zu relaxen. Zugleich interessiere mich für Geopolitik, versuche Friedensarbeit zu leisten und mag Kampfsport. Hauptberuflich arbeite ich als Schulsozialpädagoge.
Der brasilianische Ausdruck jogar kann mit dem deutschen "spielen" nicht treffend übersetzt werden. Älter werde ich, hoffentlich auch schlauer, blicke auf Erfahrungen inklusive Aus-, Fort- und Weiterbildungen zurück, und sehe, dass ich besonders auch im Jogo da Capoeira Angola die Kultur finde, auf der meine Beratungsarbeit baut. Kultur, die das Ausschließliche des entweder/oder weitgehend aufhebt, weil jede neue Frage wieder Fragen zur Antwort hat. Kultur der Pädagogik der Befreiung, wenn ich einen meinen Lehrer erinnere, wie er sagte "Es gibt keine falsche Bewegungen, aber Bewegungen im falschen Moment". Lebenskunst. Kampfkultur, die lehrt, weich und wendig zu bleiben besonders auch in harten Zeiten. Freiheitskultur, die Visionen weitet besonders auch in engen Räumen. Respektkultur und Widerstand angesichts großer Ungerechtigkeiten. Poesie, die sich in und wirkliches, wirksames Leben übersetzt. Saudade. Spiel mit dem Widerspruch. Kraft, gemeinsam aufzubrechen. Darum geht es mir auch in Beratung und Supervision.
einige Erfahrungen
Ausbildungen
- MagPhil Studium Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie. UNI Wien (1999-2007)
- Lehrgang Spielepädagogik. Freiraum GmbH Wien (2002)
- Mag Studium Sozialpädagogik. BISOP Baden (2005-2008)
- Lehrgang interkulturelle Kompetenzen. Cusanus Brixen (2012-2013)
- Lehrgang ATCC konstruktive Konfliktberatung & Coaching. Cusanus Brixen (2014-2015)
- Lehrgang Systemische Supervision i.A. IARTS Bozen (2025 - 2026)
- viele kleinere Fort- und Weiterbildungen, Teilnahme an Konferenzen und Arbeitsgruppen in den Bereichen Interkulturalität/Transkulturalität/Integration, Antidiskriminierung, Mobbing
- Teilnahme an mindestens 5 Supervisionen jährlich
Arbeitserfahrungen
Freizeitpädagoge, Parkbetreuer, Jugendarbeiter, Kindergarten- und Hortpädagoge, Integrationslehrperson, Erzieher in sozialtherapeutischen Wohngemeinschaften, Betreuer in Rehabilitationseinrichtung für Doppeldiagnose Sucht & Psychiatrie, seit 2014 hauptberuflich Schulsozialpädagoge.
Gestaltung und Leitung zahlreicher Workshops/Seminare in den Bereichen Konfliktbearbeitung, Antidiskriminierung, Antimobbing, Antirassismus, Intersektionalität für Vereine, Verbände, private Gruppen, Museen, Schulen, Organisationen.
Methodenkiste
In Beratung, Coaching, Supervision und Seminaren nutze ich Workshopmethoden und gerne auch Spiele gekoppelt an den klassischen Methoden aus der systemischen Beratung (Gesprächsführung, Fragemethoden, Skalierungen, Aufstellungen, kreatives Externalisieren in Bild / Skulptur / Körperübung, paradoxe Verschreibungen...)
Die Klient:innen entscheiden bei der Wahl der Methoden mit!
Gerne bringe ich einen Schuss respektgetragenen Humor und Provokation mit in die Arbeit. Sie dienen zur Lockerung auch bei schwierigen Themen.
Als Spielepädagoge lade ich dazu ein, Beziehungsgeflechte und kommunikative Muster als soziale Spiele zu betrachten und zu verhandeln.
Kampfsport
Kampfsport schafft für mich - neben anderen Spielen - einen Rahmen, in dem der Widerspruch zwischen zwischenmenschlicher Gewalt und Konsens aufgehoben werden kann.
Mein Werdegang: Praxis der Capoeira Angola, zwischen 2001 und 2006 besonders auch bei Mestre Boca do Rio der Grupo de Capoeira Angola Zimba und bei (damals) Professor Kenneth Borges (Centro Cultural Choupana Viena), denen ich viel von meinem Verständnis von Resilienz verdanke.
Zwei Jahre Taekwondo Training mit Maestro Khalid Joubairi, einem starken Kämpfer und begabten Pädagogen.
Zwei Jahre Muay Thai / Kickbox Training beim legendären Kämpfer Franz Haller, den ich mittlerweile auch als freundschaftlichen Mentor sehe und der mich daran erinnert, dass wir "tapfere Krieger" sind.
Danke auch Bernhard Pichler, toller Sparring-Kumpel und allen, mit denen ich mich im Ring des Respekts messen darf.
Mit Mitte September 2026 startet das neue Training der Capoeira Angola in Bozen, siehe Details unter Menüpunkt "Sonst so"
Werte und Haltungen
Mein Werteverständnis orientiert sich stark am Werteverständnis der ATCC-Schule des Karl-Heinz Bittl.
Als Grundhaltung übe ich wertschätzende Akzeptanz auch angesichts "schwieriger" Muster und Systeme.
Wo meine eigene Meinung gefragt ist, gebe ich sie, besonders auch in Bezug auf (siehe unten) Machtkritik.
Ich arbeite Ressourcen-orientiert, Lösungs-orientiert, Ziel-orientiert und Prozess-orientiert. Ziele können sich in Prozessen auch ändern.
Machtkritik
Als Mensch möchte ich mich mit anderen Menschen selbst erkennen und gemeinsam Menschlichkeit entwickeln. Das heißt für mich dann auch, die Menschenrechte aller (!) Menschen zu verteidigen und Mauern von Unterdrückung abzutragen, um daraus Brücken zu bauen.
Im Gesellschaftssystem, das bell hooks als "imperialistisches Patriarchat weißer Vorherrschaft" umschreibt, sehe ich eine üble Matrix, die Frieden und Gerechtigkeit verhindert.
Machtkritik und geo-politische Verortung sehe ich als wichtige Ebenen von Identitätsbildung. Das kann in der Beratung zum Thema werden, wenn von Klient:innen gewollt. Das Ausklammern, Vermeidung oder Verdrängen von geo-politischer Verortung und Machtkritik ist meiner Erfahrung nach oft ein "Elefant im Raum" und Grundlage von Problemmustern.
Um mich selbst sozial orientieren zu können, höre ich besonders intersektionalen Autor:innen und Aktivist:innen zu. Um mich geopolitisch verorten zu können, informiere ich mich unter anderem auf diesen Youtube-Kanälen:
Transition Protocol, Glenn Diesen, Dialogue Works, Patrik Baab, The Duran, Neutrality Studies, The Grayzone, The New Atlas, Janta Ka Reporter, Judge Napolitano, Katie Halper Show, Military Summary, MOAT George Galloway
Einige davon gibt es auch in KI generierter deutscher Übersetzung, etwa Transition Protocol German, Glenn Diesen Deutsch, Dialogue Works Deutsch, Neutrality Studies Deutsch, The Grayzone Deutsch, Military Summary (Frontberichte auf Deutsch)